alleine in Niedersachsen werden über 300 Förderprogramme angeboten. Nachfolgend eine kleine Auswahl:

Bundesprogramm - Investitions- und Zukunftsprogramm Landwirtschaft (07.21).

Wie vom Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mitgeteilt, wird dem Antragsverfahren eine Interessenbekundung voran gestellt. Das Verfahren zur Interessenbekundung soll 2x jährlich erfolgen! Die Interessenbekundung ist für mehrere Tage möglich  und anschließend wird im Losverfahren entschieden wer  einen Zuschussantrag einreichen darf.

Der genaue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Es können Zuschüsse zu Investitionen in besonders umwelt- und klimaschonende Bewirtschaftungsweisen beantragt werden.

Das Programm ist auf 4 Jahre befristet (bis 31. Dezember 2024).

Antragsberechtigt sind: landwirtschaftliche Betriebe (Primärproduktion), landwirtschaftliche Lohnunternehmen sowie gewerbliche Maschinenringe. Förderfähig sind; (aufgeteilt in die 3 Bereiche):

  • Neue Maschinen und Geräte der Außenwirtschaft zur Düngerausbringung (Injektionsgeräte, Schleppschuhverteiler, Düngerstreuer)- mechanischen Unkrautbekämpfung und zum Pflanzenschutz
  • (Mobile) Kleinanlagen zur Separierung von flüssigen Wirtschaftsdüngern
  • Lagerstätten von Wirtschaftsdünger, wenn diese nicht Bestandteil einer Stallbaumaßnahme sind: Gülle-Lagerbehälter mit Abdeckung, Erdbecken zur Güllelagerung mit Abdeckung, Festmist-Lagerstätten, für Geflügelmist bzw. Geflügeltrockenkot mit Überdachung. Die Höhe des Zuschusses beträgt 40 % max. 250.000,- € pro Investitionsvorhaben bei landwirtschaftlichen Betrieben und bis zu 20 % der Investitionssumme (max. 100.000 Euro) bei landwirtschaftlichen Lohnunternehmen und gewerblichen Maschinenringen KMU. Der Zuschuss ist mit einem zinsgünstigen Programmkredit der Rentenbank kombiniert

 

Bundesprogramm zur Investitionsförderung für den Stallumbau zur Gewährleistung des Tierwohls (01.04.21)

Die BLE fördert mit dem Bundesprogramm Stallum- und Stallersatzbauten in der Sauenhaltung.  Damit sollen die Vorgaben der Siebten Verordnung zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung kurzfristig umgesetzt werden. Das Vorhaben muss bis zum 30.09 2021 beantragt werden.

Gefördert wird auch eine einzelbetrieblichen Beratung zur Erstellung eines Um- oder Ersatzbaukonzepts. Für die Gruppenhaltung im Zeitraum ab dem Absetzen der Ferkel bis eine Woche vor dem voraussichtlichen Abferkeltermin sind die Haltungseinrichtungen so zu gestalten, dass:

- den Sauen im Zeitraum vom Absetzen bis zur Besamung bis zum Ende der Rausche) eine uneingeschränkt nutzbare Bodenfläche von mind. 5,00 m²/ Sau angeboten wird, -die Buchten in Liege-, Fress- und sonstige Aktivitätsbereiche untergliedert werden. Dabei müssen Rückzugsmöglichkeiten im Aktivitäts- und/oder Ruhebereich vorgesehen werden, wobei Fress-Liegebuchten u. Fressplätze keine Rückzugsmöglichkeit darstellen.

Für die Einzelhaltung im Abferkelbereich gilt: - Abferkelbuchten (Bewegungsbuchten) müssen eine Mindestfläche von 6,50 m² aufweisen, in denen sich Sauen frei bewegen und ungehindert umdrehen können. - in Kastenständen ist eine uneingeschränkt nutzbare Bodenfläche zur Verfügung zu stellen, die eine Mindestlänge von 2,20 m aufweist. Vorgaben: • Es darf keine Vergrößerung des Tierbestandes des Betriebes erfolgen.

Die Höhe des Zuschusses beträgt 40 % max. 500.000,- € pro Investitionsvorhaben.